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Startschuss für die bauma 2010

„Nach der bauma ist vor der bauma“, beschreibt Projektleiter Georg Moller kurz und prägnant seine verantwortungsvolle Tätigkeit im Rahmen des Drei-Jahres-Turnus der Messe.

Startschuss für die bauma 2010 Nach seiner Anfangszeit als technischer Referent bei der Messe München stieg er 1990 in die Projektleitung der Leitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte ein.
Mit seinem Projektteam steckt er bereits jetzt mitten in den Vorbereitungen für die 29. bauma, die vom 19.- 25. April 2010 auf dem Gelände der Neuen Messe München stattfinden wird. Ein Einblick in die Arbeit des Projektteams:
Herr Moller, die bauma 2007 war eine Messe der Superlative mit mehr als 540.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, 3002 Ausstellern aus 49 Ländern und mehr als 500.000 Besuchern aus 191 Ländern. Sie ist damit die weltweit größte Messe der Baumaschinenbranche. Wie nutzen Sie den dreijährigen Turnus um die bauma 2010 vorzubereiten?
Moller: „Nach Abschluss der bauma 2007 gingen wir bereits mit dem Fachbeirat der Messe in die strategische Planung der nächsten bauma. Ein Ergebnis dieser Arbeit ist beispielsweise aktuell sichtbar in Form der Ausstellerunterlagen, die wir ab Oktober 2008 versenden werden. Nach dem Rücklauftermin der Unterlagen am 31. März 2009 wird für uns dann die heiße Phase der Aufplanung beginnen: Wir versuchen möglichst vielen Platzierungs- und Flächenwünschen der Aussteller nachzukommen, was erfahrungsgemäß bei einer Buchungssituation wie bei der Vorveranstaltung mit über 3000 Ausstellern viele Abstimmungsprozesse im Team bedeutet. Ab Herbst 2009 wird dann neben dem Projektteam verstärkt auch der technische Ausstellerservice der Messe München eingebunden sein.“
Welche Schnittstellen haben Sie und Ihr Projektteam außerhalb der Messe München?
Moller: „Bereits jetzt stellt ein 40-köpfiges Gremium verschiedener interner und externer Institutionen wie Verkehrsbehörden, U-Bahn, S-Bahn oder Polizei die Weichen für eine möglichst reibungslose Anreise der Aussteller und Besucher zur bauma: Wir müssen rund 25.000 Parkplätze für den besucherstarken „bauma-Samstag“ in der Nähe des Messegeländes parat haben, Park-and-ride-Möglichkeiten ausloten sowie die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder PKW vorbereiten. Denn mehr als 500.000 Besucher in nur sieben Messetagen bedeutet für München und das Umland verkehrstechnisch ein Aufkommen wie zu Oktoberfestzeiten.
Zudem sind bereits viele Monate vor Messebeginn viele weitere Abteilungen im Hause sowie unsere Auslandsvertretungen eingebunden, um beispielsweise Hotelbuchungen, Delegationsreisen, Besucher- und Journalistenanfragen oder Werbeaktivitäten im Rahmen von internationalen Messen der Branche abzuwickeln.“
Das Produktangebot der bauma hat sich seit der Erstveranstaltung im Jahre 1954 kontinuierlich weiterentwickelt. Die bauma 2007 bot unter den vier großen Fachbereichen „Rund um die Baustelle, Bergbau, Baustoffherstellung und Zulieferer/Dienstleistungen“ das weltweit breiteste Angebot der Branche. Gibt es produktseitig für die bauma 2010 auf diesem hohen Niveau überhaupt noch Entwicklungsmöglichkeiten?
Moller: „Sollte der Flächenbedarf nach Anmeldeschluss wieder deutlich höher sein als unser Angebot, werden wir natürlich alles versuchen müssen, um im Rahmen des Flächenangebots des Messegeländes noch etwas Spielraum für die Verbreiterung des Produktangebots zu schaffen. Die bauma bürgt mit einem Anteil von rund 80 Prozent an Stammausstellern für Qualität und Kontinuität im Produktangebot. Sie muss aber gleichzeitig auch ihrem Ruf als Innovationsplattform gerecht werden und darüber hinaus auch Newcomer auf dem Weltmarkt aufnehmen, was in der Vergangenheit stets mit Flächenzuwachs einherging. Wenn man den Bereich Mining zum Beispiel betrachtet, der 2004 erstmals integriert wurde und 2007 durch das bauma Forum erstklassig verstärkt wurde, so werden wir diese Produktsparte weiter stärken. In diesem Zusammenhang werden wir bereits im Vorfeld gezielt auch auf Mining-Messen präsent sein und so unsere Kontakte zu potentiellen Ausstellern, Besuchern, Branchenvertretern, Verbänden und Fachjournalisten intensivieren. Auf diese Weise nehmen wir Impulse für Marktentwicklungen und Trendthemen auf, die zukunftsweisend für die bauma sein können.“
Die bauma 2007 spiegelte den anhaltenden Bauboom in vielen Regionen der Erde wider, was sich vor allem am Anteil von internationalen Fachbesuchern mit 55 Prozent zeigte. Wo sehen Sie noch Steigerungspotential?
Moller: „Die bauma hat Fachbesucher aus allen Kontinenten der Erde, mit einem hohen Anteil aus Europa (2007: 123.000). Auch der asiatische Bauboom zeigte sich erfreulicherweise bei der bauma 2007 mit einer Besucherzahl von 16.700. Dank des Partnerlandkonzeptes erreichen wir immer eine hervorragende Resonanz in den Wachstumsmärkten des Baumaschinenmarktes. 2010 wird Indien auf der bauma in den Fokus rücken, wo laut einer Studie der Bundesagentur für Außenwirtschaft bis 2012 insgesamt 500 Milliarden US-Dollar in Infrastrukturprojekte fließen werden. Darüber hinaus richtet sich unsere Besucherwerbung insbesondere auf die osteuropäischen
Märkte.“

Die bauma im Überblick
In den Hallen und auf dem Freigelände der Neuen Messe München werden auf einer Fläche von mehr als 540.000 Quadratmetern Bruttoausstellungsfläche vom 19. bis 25. April 2010 die neuesten Produkte der internationalen Bau-, Baustoff- und Bergbaumaschinenindustrie präsentiert. Bei der bauma 2007 mit Mining nutzten 3002 Aussteller aus 49 Ländern die weltweit größte Messe der Branche als Innovations- und Marketingplattform. Mit 20 Prozent mehr Besuchern als bei der Vorveranstaltung 2004 schrieb die bauma 2007 Rekordzahlen: mehr als 500.000 Fachbesucher aus 191 Ländern reisten nach München an, wobei rund 155.000 internationale Besucher registriert wurden.

geschrieben am 11.10.2008 um 10:13 Uhr.


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