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Artikel aus der Bauwirtschaft

Aktuelles

bauma 2010 mit Aussteller-Rekordbeteiligung

Zur bauma 2010, Internationale Fachmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte, wird die höchste Ausstellerzahl seit Durchführung der Messe erwartet.

bauma 2010 mit Aussteller-RekordbeteiligungDurch die Flächenerweiterung im Freigelände mit temporären Hallen, durch bestehende und neue Gemeinschaftsstände und die teils veränderten Flächenwünsche der Stammaussteller können an der Veranstaltung 2010 nach aktuellem Planungsstand mehr als 3000 Aussteller teilnehmen. Dennoch werden nach Einschätzung des Projektleiters Georg Moller nicht alle Flächenwünsche der Unternehmen berücksichtigt werden können. „Besonders erfreulich ist für uns das Interesse seitens chinesischer, türkischer und insbesondere auch indischer Aussteller, gerade weil Indien Partnerland der bauma 2010 ist. Teilweise haben sich die Anfragen nach Ausstellungsfläche aus diesen Ländern im Vergleich zu 2007 verdoppelt,“ so das Fazit der Projektleitung. Aber auch die Aussteller aus Europa, wie zum Beispiel Italien, Großbritannien und die Niederlande werden zur bauma 2010 wieder Spitzenpositionen im internationalen Ausstellerranking einnehmen.

Damit zeichnet sich ab, dass die Branche international zuversichtlich auf die Weltleitmesse bauma 2010 blickt, die vom 19. bis 25. April in München stattfinden wird.


Überblick über die weltweite Baukonjunktur in 2010

Dank umfangreicher, staatlicher Konjunkturprogramme, die sich in erheblichem Umfang auf den Bausektor richteten, hat sich in den meisten Industrie- und Schwellenländern die Bautätigkeit besser entwickelt als die gesamte Wirtschaftstätigkeit. Für 2010, verstärkt aber für 2011, ist in den meisten Ländern wieder mit einem Anziehen der Baukonjunktur zu rechnen.

Europa
Es wird zwar noch für 2010 mit einem leichten Rückgang der Bauproduktion von 1 Prozent gerechnet. Dies ist aber lediglich der schlechten Entwicklung im Wirtschaftsbau geschuldet. Der Tiefbau hingegen soll - vor allem wegen der umfangreichen Konjunkturprogramme in vielen Mitgliedsländern der EU - bereits um 2,7 Prozent zulegen. Im Jahr 2011 wird dann europaweit ein Wachstum der Bauinvestitionen von 2 Prozent erwartet, wiederum getrieben durch Tiefbauinvestitionen mit einem Wachstum von 3 Prozent. Der leichte Produktionsrückgang im Jahr 2010 wird vor allem durch Länder herbeigeführt wie Spanien, Irland, Finnland oder Portugal, in denen nach dem Platzen der Immobilienpreisblase der Wohnungsneubau drastisch einbricht. In den mitteleuropäischen Reformnationen wird dagegen bereits 2010 ein Wachstum der Bautätigkeit von 6 Prozent erwartet, das sich 2011 auf 10 Prozent beschleunigen soll. Wachstumsmotor mit jeweils zweistelligen Zuwachsraten soll dabei Polen bleiben.

Russland
In Russland hat die Bautätigkeit in der letzten Dekade – dank der sprudelnden Staatseinnahmen aus dem Öl- und Gasexport – deutlich zugenommen. So legte beispielsweise die Zahl der fertig gestellten Wohnungen innerhalb von nur fünf Jahren um mehr als 50 Prozent zu. 2008 hatte der russische Baumarkt ein Volumen von etwa 130 Milliarden Euro beziehungsweise 11 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Von der internationalen Wirtschaftskrise wurde allerdings auch Russland erfasst, zudem gingen die Staatseinnahmen aus dem Energieexport infolge sinkender Weltmarktpreise stark zurück. Dennoch ist insgesamt die Bautätigkeit 2009 stabil geblieben, lediglich für 2010 wird ein Rückgang in einer Größenordnung von 5 Prozent erwartet, der aber bereits 2011 von einem leichten Wachstum abgelöst werden soll.

USA
Die USA waren 2008 mit Bauinvestitionen von gut 730 Milliarden Euro nach wie vor der bedeutendste Baumarkt der Welt. Nach einem Rückgang im laufenden Jahr wird für 2010 bereits wieder mit einer Zunahme des realen Bruttoinlandsproduktes von 1,5 Prozent gerechnet. Die USA kommen damit schneller aus der Rezession als allgemein erwartet. Nach dem tiefen Einbruch der Bauproduktion in den Jahren 2007 bis 2009 ist im nächsten Jahr bereits wieder mit einem leichten Wachstum zu rechnen, das sich 2011 verstärken soll. Die staatliche Bautätigkeit wird vor allem im Tiefbau - dank der Konjunkturprogramme - deutlich zunehmen. Bei einer Stabilisierung im Wohnungsneubau wird mit einem etwas stärkeren Rückgang im Wirtschaftsbau gerechnet.

China
Aufgrund der exorbitanten Zuwachsraten in den letzten 15 Jahren ist China mit Bauinvestitionen von rund 550 Milliarden Euro im Jahr 2008 bereits der zweitgrößte Baumarkt der Welt gewesen. Auch die chinesische Regierung hat auf die Wirtschaftskrise reagiert und ein umfassendes Konjunkturprogramm aufgelegt, das einen Schwerpunkt bei Investitionen in die staatliche Infrastruktur hat. Insgesamt kommt China sehr viel besser durch die weltweite Wirtschaftskrise als die Industrie- und andere Schwellenländer. Die Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen für 2009 und 2010 mit Wachstumsraten des realen Bruttoinlandsproduktes von jeweils 8 Prozent. Die Zuwachsraten bei Bauinvestitionen dürften sogar noch leicht darüber liegen, da die chinesische Führung an ihrem ambitionierten Investitionsprogramm in die Infrastruktur festhält. Die starke Dynamik auf dem chinesischen Baumarkt wird also insgesamt weiter anhalten.

Indien
Indien hat als Baumarkt zwar kein so umfangreiches Volumen wie die vorgenannten Märkte, die Bauinvestitionen lagen 2008 bei etwa 130 Milliarden Euro. Hingegen waren die Wachstumsraten nahezu so beeindruckend wie in China: von 1998 bis 2008 legte die Bautätigkeit real um etwa 140 Prozent zu. Diese dynamische Entwicklung dürfte auch weiter anhalten. Nach Einschätzung der Wirtschaftsforschungsinstitute wird die reale Wirtschaftsleistung in Indien sowohl 2009 als auch 2010 mit Jahresraten von gut 6 Prozent expandieren. Im laufenden Fünf-Jahres-Plan (bis 2012) sollen etwa 330 Milliarden Euro in den Ausbau des Straßen- und Schienennetzes, den Bau neuer Seehäfen und Flughäfen sowie in die Verbesserung der Energie- und Wasserversorgung fließen. Die Wachstumsraten der Bauinvestitionen sollen in diesem Zeitraum jährlich knapp 10 Prozent erreichen.

geschrieben am 24.11.2009 um 09:16 Uhr.


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