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Artikel aus der Bauwirtschaft

Pressemitteilungen von Herstellern

Die Merlogeschichte

Nachdem Merlo 1992 die erste Teleskopmaschine mit voll schwenkbarem Oberwagen als Beginn seiner ROTO-Familie auf den Markt gebracht hat, haben sich die ROTO`s zu „Flaggschiffen“ des mittlerweile in allen Wirtschaftbereichen begehrten Merlo-Teleskopmaschinen-Programms entwickelt.

Die MerlogeschichteEs gibt weltweit nur wenige bedeutende Baumaschinenhersteller, die als Familienunternehmen über Jahrzehnte auf ein kontinuierliches Wachstum zurückblicken können. Der seit Jahren führende italienische Bau- und Teleskopmaschinenhersteller Merlo gehört zu dieser Gruppe!
Die Unternehmensgeschichte beginnt im Jahre 1911, als Guiseppe Merlo im nordwestitalienischen Cuneo einen Schmiedebetrieb eröffnet. Er beginnt zwar mit klassischen Schmiedearbeiten an Pferdegespannen und Fuhrwerken, ist aber schon bald auch Lieferant geschmiedeter Anker und Gitter aller Art für die Bauwirtschaft. Es ist der Qualität seiner handwerklich gefertigten Produkte und seiner Lieferpünktlichkeit zu verdanken, dass er schnell zu einem gefragten Sublieferanten des norditalienischen Maschinen- und Fahrzeugbaus wird. Das führte schon früh dazu, dass Merlo die Produktion kleinerer Industrieanlagen übernahm und er sein Unternehmen 1954 aus Platzgründen in einen Vorort von Cuneo verlegen musste. Dort fertigte er in den nächsten zehn Jahren vor allem Stahlbauhallen und Einrichtungen für diese Reihen, Papierfabriken und Zementwerke. Mit Blick auf optimale Wirtschaftlichkeit arbeitete Merlo bereits in vielen Bereichen mit standardisierten Baugruppen.
1964 stieß man aber schon wieder an Platzgrenzen, so dass das Unternehmen erneut umziehen musste. Diesmal in das vier Kilometer von Cuneo entfernte San Defendente di Cervasca, wo die Platzverhältnisse auch heute noch kapazitive Anpassungen ermöglichen. Jetzt beginnt auch die Produktion von Baumaschinen, wozu von den Kindern des Firmengründers Amilcare und Natalina die A. Merlo & C. S.n.c. gegründet wird. Zunächst werden vor allem der Nachfrage entsprechend Dreiseiten-Kleindumper und sich selbst beladenden Beton-Fahrmischer entwickelt und produziert. Diese Maschinen werden bereits 1966 auf Fließbändern produziert.
Als in der stationären Industrie, in der Bauwirtschaft und in der Landwirtschaft der Bedarf an geländegängigen Gabelstaplern immer größer wurde, wurden auch diese von Merlo entwickelt und ab 1970 bereits in Serie produziert. Zu diesem Zeitpunkt lieferte Merlo seine Baumaschinen bereits nach Spanien, Frankreich und Griechenland.
Obwohl sich schon die Produktpalette deutlich erweitert hatte, legte Merlo auch großen Wert darauf, seine Maschinen mit einer großen Fertigungstiefe zu produzieren. Hauptgrund dafür war der damit verbundene Vorteil, äußerst schnell und mit höchster Qualität auch auf exemplarische Kundenwünsche reagieren zu können.
1972 wird ein völlig neuartiges Allrad-Antriebssystem eingeführt, das die Geländegängigkeit der selbstfahrenden Merlo-Baumaschinen sprunghaft verbessert. Da in dem Unternehmen alle Weiterentwicklungen stets im direkten Kontakt mit den Kunden erfolgten, konnte Merlo schnell reagieren, als man vor allem in der Bauwirtschaft mit dem klassischen geländegängigen Gabelstapler nicht mehr zurecht kam. In der Folge entstand bereits 1982 der erste Geländestapler mit Teleskophubarm. Er trug die Typenbezeichnung SM30, konnte Lasten bis 3000 kg heben und transportieren und war somit die erste Merlo-Teleskopmaschine. Später kam noch der SM50 mit einer maximalen Tragfähigkeit von 5000 kg hinzu. Die Hubhöhen erreichten bereits 8,0 und 10 m. Die maximalen Ausladungen lagen maschinenabhängig bei 2,8 und 3,8 m. Später wurde die Tragfähigkeit sogar auf 6000 kg gesteigert. Die Maschine bekam die Typenbezeichnung SM6010.Zu dieser Zeit wurden von Merlo auch noch Kleindumper, Fahrmischer verschiedener Größen, mittlere Fahrzeugkrane und geländegängige Hubwagen produziert.
Schon damals wurden die Fahrmischer und die Teleskopstapler mit einem hydrostatischen Allradantrieb und einer dreifach zwischen Vorderachs-, Rund- und Krabbenlenkung variierbaren Allradlenkung ausgestattet. Sie besaßen auch schon eine geschlossene Fahrerkabine.
1987 brachte Merlo die Teleskopmaschinenfamilie „PANORAMIC XS“ auf den Markt, die die beiden SM-Maschinen ablösten und neue Maßstäbe setzten: Es waren weiterhin Maschinen mit hydrostatischem Allradantrieb und variierbarer Allradlenkung, hatten aber eine hydraulisch aufgehängte Vorderachse, so dass sich der Maschinenrahmen mit dem Teleskophubarm und mit der an diesem befestigten Ausrüstung ohne Fahrbewegungen der Teleskopmaschine in einem bestimmten Maß seitlich bewegen ließ. Mit Hilfe dieser hydraulischen Vorderachsaufhängung war auch ein Querneigungsausgleich bis zu 4° möglich. Vor allen aber besaßen diese Maschinen bereits den mittlerweile weltweit als Standard geltenden seitlichen Unterflur-Mittelmotor und eine als ROPS-FOPS gestaltete Großraumkabine.
1988 hatte Merlo bereits 5 Teleskopmaschinen im Programm: P25.7XS; P25.9XS; P30.7XS; P30.11XS und P40.8 XS. Maschinen mit Tragfähigkeiten von 2500 bis 4000 kg und Hubhöhen zwischen 7 und 11 m. Bemerkenswert war auch, dass die P25.9XS und P30.11XS zu ihrer stationären Stabilisierung mit hydraulisch bewegbaren Bugstützpratzen ausgestattet waren.
Für diese Teleskopmaschinen-Familie hatte Merlo bereits für die Industrie, das Bauwesen und die Landwirtschaft ein Programm von über 45 Ausrüstungsvarianten entwickelt.
1992 bringt Merlo die erste ROTO-Teleskopmaschine in der Bauweise mit auf einem Unterwagen schwenkbaren Oberwagen auf die bauma und gründet mit Heinrichs in Bremen die für Deutschland und Österreich zuständige Heinrichs-Merlo Teleskoptechnik Vertriebsgesellschaft mbH.
Merlo arbeitet intensiv an der Verbesserung der XS Serie und bringt als Ergebnis 1994 in der PANORAMIC-Familie die EVS (Evolutions-Serie) auf den Markt, die mit nun 10 Maschinenvarianten die XS ablöst. Diese Maschinen haben eine extrem tief liegende Hubarmanlenkung, eine neue Großraum-Komfort-kabine (die bald Standard für alle Merlo-Teleskopmaschinen wird) und einen die Maschine komplett umschließenden massiven Rammschutzgürtel. Außerdem werden in der ROTO-Familie die Stützpratzenkonstruktion verbessert und die Maschinenzahl auf 4 erhöht. Die ROTO 40.18EV trägt jetzt Lasten bis 4000 kg und kann Hubhöhen bis 17,8 m anfahren.
Schon im Jahre 2000 werden von Merlo über 3.300 Teleskopmaschinen produziert und zu 30% in Italien abgesetzt. Die anderen Maschinen gehen vorzugsweise nach Frankreich, Spanien, England und Deutschland.
Mittlerweile sind bei Merlo weltweit 1040 Personen beschäftigt. Bei Merlo-Deutschland in Bremen arbeiten 49 Personen, die mit ihren Vertriebspartnern 2010 einen Umsatz von 60 Mio. € erwirtschafteten. Insgesamt hat Merlo-Deutschland bislang mit einem Fächer von über 70 verschieden ausgestatteten und ausgerüsteten Teleskopmaschinen rund 9000 Einheiten in den Markt gebracht. Daran hat Tre Emme, auch ein Unternehmen der Merlo-Gruppe, mit einer kaum mehr bezifferbare Zahl an unterschiedlichen Ausrüstungen großen Anteil.

geschrieben von Prof. Dipl.-Ing. Gernot Kotte am 15.02.2012 um 11:13 Uhr.


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