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Artikel aus der Bauwirtschaft

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Herbert Linser gestorben

Der Wiederaufbau Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg erforderte den Einsatz einer Vielzahl von Baumaschinen. Da war es willkommen, dass die amerikanischen Streitkräfte aus ihren Pionierabteilungen viele Lade- und Planiermaschinen in Deutschland ausgemusterten.

Herbert Linser gestorbenDiese waren der deutschen Bauwirtschaft äußerst willkommen. Doch als es darum ging, an ihnen Instandsetzungsmaßnahmen durchzuführen, wurden die Bauunternehmer mit extrem hohen Ersatzteilpreisen konfrontiert. Vor allem auf dem Gebiet der Kettenlaufwerke. In der Konsequenz ging es bald darum, diese extrem materialintensiven Verschleißteile in Deutschland selbst herzustellen. Auch der Rheinstahl Konzern befasste sich mit diesem Problem und beauftragte zu Beginn der sechziger Jahre Herbert Linser mit dem Aufbau eines derartigen Produktion- und Vertriebsunternehmens. Linser hatte nach abgeschlossener kaufmännischer Ausbildung bei einem Solinger Maschinenbau Unternehmen in Frankreich studiert und war danach bei einem großen Konzern in Südafrika tätig. Er wurde der erste Geschäftsführer der neuen in Wattenscheid ansässigen Rheinstahl Schmiedetechnik und entwickelte dieses Unternehmen innerhalb weniger Jahre zu einem international bedeutenden Lieferanten von Kettenlaufwerken. Anfangs vorzugsweise im Ersatzteilbereich, bald aber auch auf dem Erstausrüstungssektor vieler nationaler und internationaler Baumaschinenhersteller.
Seiner professionellen Aufgeschlossenheit war es zu verdanken, dass sich zu Beginn der siebziger Jahre aus der Rheinstahl Schmiedetechnik in Verbindung mit dem bisherigen Wettbewerber Tractortechnik die Intertrac Viehmann & Co. entwickelte. In dieser Konstellation, Herbert Linser war Geschäftsführer des Vertriebs, wurde das neue Unternehmen zu einem der international führenden Entwickler, Produzenten und Lieferanten für Baumaschinen-Kettenlaufwerke aller Art mit eigenen Niederlassungen in USA, Frankreich und England.
Als Herbert Linser nach dem Besitzerwechsel bei Intertractor GmbH aus dem Unternehmen ausschied, gründete er mit seinem Sohn Michael die damals in Troisdorf ansässige Linser Industrie Service GmbH, LIS, deren Unternehmensschwerpunkt ebenfalls auf dem Gebiet der Kettenlaufwerke lag, aber schon zu Beginn auch Verschleißteile für Arbeitsausrüstungen und Ersatzteile für amerikanische Erdbaumaschinen im Vertriebsprogramm hatte. Lag zu Beginn die Produktion der meisten Komponenten primär noch in Italien, erweiterte sich diese aber bald auf den gesamten internationalen Bereich und hat jetzt ihren Schwerpunkt in Asien. Auch diese Ausweitung ist das Verdienst von Herbert Linser, der längst nicht nur kompetenter Partner für alle Erdbaumaschinenhersteller der Welt, sondern auch für alle auf dem Teilesektor einschlägig aktiven Produzenten geworden war.
Herbert Linser war Zeit seines Lebens ein äußerst aktiver Unternehmer. So war es nicht verwunderlich, dass er den vor wenigen Jahren in seiner Heimatstadt Solingen ansässigen Gleitlagerhersteller BÖGRA mehrheitlich übernahm und um einen Bereich für die Montage von Kettenlaufwerksteilen und die Produktion von Unterlagen erweiterte. In allen diesen Aktivitäten wurde Herbert Linser von seinen beiden Söhnen Michael und Tobias tatkräftig unterstützt
Mittlerweile hat sich die von Michael Linser geführte LIS in St. Augustin in einem größeren Areal neu eingerichtet, während Tobias Linser das Solinger Unternehmen leitet.
Jetzt ist Herbert Linser nach einem erfüllten Leben für die Baumaschine im Alter von 78 Jahren gestorben. Er hat der internationalen Bauwirtschaft ein wertvolles Erbe hinterlassen!

geschrieben von Prof. Dipl-Ing. Gernot Kotte am 30.10.2011 um 16:26 Uhr.


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