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Artikel aus der Bauwirtschaft

Aktuelles

BAUMA 07

Mit moderner Bohrtechnik vertikal und horizontal in den Boden

BAUMA  07100 Jahre sind ein Grund zum Feiern – sofern es sich dabei nicht um das Alter des Abwasserkanalnetzes der westlichen Industrieländer handelt. Alleine in Deutschland sind rund 18% des 485.000 Kilometer langen öffentlichen Kanalnetzes schadhaft. Im privaten Bereich liegt die Quote bei 20% des etwa 1,3 Millionen Kilometer langen Netzes. Dabei gibt es aus technischer Sicht längst moderne Mittel und Lösungen für eine dauerhafte Schadensbehebung. Überhaupt verabschiedete sich der Tiefbau in den letzten Jahren gerade beim Rohrleitungs- und Kanalbau sowie in den Spezialbereichen Brunnenbau, Trinkwasserversorgung oder Geothermie mehr und mehr von klassischen Arbeitsverfahren. Moderne Maschinen in Kombination mit elektronischen Kommunikations- und Überwachungsmitteln erleichtern inzwischen den Arbeitseinsatz. Die 28. bauma, die vom 23. – 29. April in München stattfindet, bietet einen kompletten Überblick.


Moderne Bohrtechnik ist für einige Tiefbau-Aufgaben unabdingbar. Auf Raupenträger oder Fahrwerk montierte Bohranlagen erreichen z. B. bei Erdbohrungen für die Geothermie Bohrtiefen von 350 bis 400 Meter. Knapp darunter bleibt das Doppelrotorkopf-Verfahren, mit dem Erdwärmesonden bis zu etwa 300 Meter Tiefe abzuteufen sind. Systeme neuester Bauart ermöglichen dabei die gleichzeitige Mitnahme eines Zweifach-Bohrstranges. Bohrgestänge und Schutzverrohrung werden mit diesem Verfahren – simultan in einer Richtung drehend – abgebohrt.

Im Fokus der Hersteller: Die Sanierung bestehender Heizsysteme
Auf der bauma erwartet die Fachbesucher u. a. eine neue Kleinbohranlage für die Gewinnung von Erdwärme. Sie arbeitet mit einem Schrägbohrverfahren, bei dem die Erdsonden strahlenförmig in allen Richtungen und Winkeln in den Boden eingebracht werden.
Im Trend liegen Kleinbohranlagen in jedem Fall. Viele Hersteller setzen mit Blick auf die stetig steigenden Energiekosten auf die Sanierung bereits bestehender Heizsysteme. Dazu müssen Bohranlagen auf bereits bebauten Grundstücken eingesetzt werden. Ein Aufgabenbereich, der nur mit kleinen, leichten und zugleich wendigen Anlagen machbar ist. Kleinbohrgeräte neuester Bauart bleiben mit ihrem Einsatzgewicht meist unter 2.000 kg. Sie ermöglichen Imlochhammer- und Spülbohrungen bis zu Tiefen von etwa 75 Meter.

Schneller Bohrfortschritt und präziser Ablauf als Auswahlkriterien
Vor allem die erzielbare Bohrleistung, die daraus resultierende Zeitersparnis sowie die Bedienersicherheit sind wichtige Anschaffungskriterien. Dabei steht hier nach Meinung einiger Hersteller weniger moderne Elektronik im Vordergrund als vielmehr der präzise Funktionsablauf mit einer daraus resultierenden Kostenersparnis. Funktionelle Bohrstangen-Einsetzsysteme oder möglichst groß dimensionierte Stangenmagazine sind deshalb bei diesen Spezialmaschinen wichtige Kriterien. Die Besucher der 28. bauma erwartet in diesem Fachbereich ein breites Maschinen- und Zubehörangebot aller namhaften Hersteller.

Moderne HDD-Technik überzeugt mit gewichtigen Argumenten
Nicht vertikal, sondern horizontal arbeitet die verlaufsgesteuerte Horizontalbohrtechnik. Sie wird primär im grabenlosen Leitungsbau, im Düker- und Umweltbau sowie bei der Leitungserneuerung und beim Leitungsaustausch eingesetzt. Mit kleinen, wendigen Richtbohranlagen lassen sich Stahl- und Kunststoff-Rohrleitungen sowie Versorgungskabel umweltschonend und innerhalb kurzer Zeit verlegen. Weitere Vorteile dieses Verfahrens sind nach Aussage der Hersteller die vermeidbaren Verkehrsbehinderungen, die zerstörungsfreie Unterquerung von Objekten, die eingesparten Kosten für die Gebäudesicherung und letztlich auch die geringeren Baustellenkosten. Moderne Horizontalbohranlagen, wie sie anlässlich der bauma in München präsentiert werden, sind in allen Bodenklassen verwendbar und verfügen in der Regel über eine einfache, menügeführte Bedienung.

Neue Verfahrenstechnologien zur bauma angekündigt
Der Oberbegriff „Microtunneling“ steht für ein Verfahren mit diversen Variationen. Die richtige Maschine nebst Zubehör für die grabenlose Leitungsverlegung auszuwählen, hängt von mehreren Faktoren ab. Die Bodenverhältnisse, der zu verlegende Rohrdurchmesser sowie die erforderliche Länge und Genauigkeit der Bohrung sind wichtige Parameter. Die Hersteller haben in den letzten Jahren nicht nur die Maschinenfunktionen, sondern auch die Steuerungs- und Informationstechnologie optimiert. So überwacht z. B. ein Theodolit mit elektronischer CCD-Kamera und Monitor permanent Richtung und Neigung der Bohrung. Eine 1:1-Abbildung der Diodenzieltafel auf dem Monitor ist zwischenzeitlich sogar bis zu einer Strecke von 150 Meter gewährleistet. Nach Aussage der Hersteller sind speziell zur bauma innerhalb dieses Fachbereiches neue Verfahrenstechnologien sowie moderne Kommunikations- und Messverfahren zu erwarten.

geschrieben von Messe München am 19.04.2007 um 13:55 Uhr.


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