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Artikel aus der Bauwirtschaft

Pressemitteilungen von Herstellern

Historischer Stahlbeton-Kuppelbau wird zum attraktiven Museum

Das Modulgerüstsystem PERI UP Rosett dient bei der Kuppelsanierung als Trag- und Arbeitsgerüst.(Foto: PERI GmbH)

Historischer Stahlbeton-Kuppelbau wird zum attraktiven MuseumTallinn, die Hauptstadt Estlands, ist Europäische Kulturhauptstadt 2011. Als Herzstück der kulturellen Aktivitäten wird derzeit ein historischer Kuppelbau aus der Zarenzeit saniert und zu einem attraktiven Meeresmuseum umgebaut. Das PERI UP Gerüstsystem passt sich hierbei der Geometrie des knapp 100 Jahre alten Stahlbetonkomplexes optimal an und wird für die Innen- und Außenarbeiten äußerst vielseitig eingesetzt.
Das Bauwerk mit seinen drei imposanten Kuppeln wurde in den Jahren 1916 und 1917 in Stahlbetonbauweise hergestellt – eine für die damalige Zeit außergewöhnliche Ingenieurleistung. Die frei tragende Schalenkonstruktion ohne störende Zwischenstützen sollte ursprünglich als Hangar für Wasserflugzeuge dienen. Die Russische Revolution verhinderte allerdings eine spätere Nutzung. Nun wird der historische Kuppelbau aufwändig saniert und soll ab Sommer als Meeresmuseum der Öffentlichkeit zugänglich sein.
Die Stahlbetonsanierung ist äußerst zeit- und arbeitsintensiv: Die alte Bewehrung wird mit Ultra-Hochdruckreiniger freigelegt, Korrosionsschutz aufgebracht, Injektionsarbeiten durchgeführt, schadhafte Bewehrungseisen ersetzt – um abschließend eine zusätzliche Bewehrungslage und 50 mm Spritzbeton aufzubringen. Während all dieser Arbeitsgänge sind die Kuppeln temporär zu unterstützen, um die Standsicherheit zu gewährleisten. Das detailliert ausgearbeitete Gerüstkonzept der estnischen PERI Ingenieure berücksichtigte, dass bei der kurzen Zeitvorgabe von zehn Monaten zwei der drei Kuppeln zeitgleich einzurüsten waren. Hierbei dient das PERI UP Gerüstsystem als räumlich angepasste Arbeitsplattform mit integriertem Traggerüst und Treppenzugang.
Räumlich angepasste Arbeitsplattformen
Basierend auf einem metrischen Grundrissraster von 3,00 m auf 3,00 m wurde mit dem PERI UP Modulgerüst unter den Kuppeln jeweils ein 33 m langes und breites Raumgerüst montiert. Um an jeder Stelle der Kuppelunterseite optimal arbeiten zu können, sah die PERI Gerüstlösung abgestufte Arbeitsebenen im 50-cm-Raster vor – in Höhen von 11 m an den Eckbereichen und 19,50 m in Kuppelmitte. Für eine exakte geometrische Anpassung in den Randfeldern sind die 3-m-Raster des Unterbaus nochmals in jeweils zwei 1,50 m breite Felder unterteilt. Zusätzlich sorgen mit Standard-Knotendiagonalen montierte Auskragungen für eine an beiden Stirnseiten 1,50 m verlängerte Plattform.
Aufgrund der Flexibilität des eingesetzten PERI UP Systems sind einerseits die Arbeitsebenen geometrisch optimal an die Erfordernisse angepasst, andererseits minimiert das großzügig dimensionierte Raumgerüstraster des Unterbaus den Material- und Montageaufwand. Darüber hinaus weisen die großflächig verlegten, 3 m langen UDS Stahlbeläge trotz des geringen Gewichts von unter 20 kg enorm hohe Einzeltragfähigkeiten von 4,5 kN/m² auf.
Integrierte Stütztürme und Zugangstechnik
Durch die so genannten Laternen fällt Tageslicht ins Bauwerksinnere. Die Ringbalken an der Öffnung in Kuppelmitte werden während der gesamten Sanierungsmaßnahmen mithilfe von PERI UP Rosett Stütztürmen getragen. Diese weisen ein Rastermaß von 1,50 m mal 1,50 m auf und tragen pro Stiel bis zu 40 kN – bei Höhen von 21 m. Unter einer Kuppel erfolgt die Unterstützung durch freistehende Einheiten, also mit Horizontalriegeln verbundene Türme. In den beiden anderen Abschnitten sind die Tragtürme voll in das räumliche Arbeitsgerüst für die zu sanierende Kuppelunterseite integriert. Denn das metrische PERI UP Raster erlaubt zusätzlich zur geometrischen auch eine statische Anpassung an die Baustellenanforderungen. Darüber hinaus sorgt eine mittig in das Arbeitsgerüst positionierte, gegenläufig montierte Alu-Gerüsttreppe für einen sicheren und bequemen Zugang zur Arbeitsebene in knapp 20 m Höhe.
Fassadengerüst ergänzt PERI UP Gerüstlösung
Für die Sanierungsarbeiten an den Außenseiten des Kuppelbaus wird das Fassadengerüst PERI UP T 72 genutzt. Dieses bietet gleich mehrfache Sicherheit: Die Montagefolge mit vorlaufendem Geländer ohne Zusatzteile schützt den Gerüstbauer bereits während der Gerüstmontage. Ebenfalls ohne Zusatzteile lassen sich damit auch Innengeländer überall dort anbringen, wo sie benötigt werden. Ein großer Vorteil im Falle des Meeresmuseums mit fehlenden Außenwänden.
Bei PERI UP T 72 werden die gleichen, also leichten und tragfähigen UDS Stahlbeläge verwendet wie bei PERI UP Rosett. Die integrierte Belagsicherung sorgt bei der Gerüstmontage dafür, dass nach dem Einlegen und seitlichen Verschieben der Belag sofort gegen Abheben gesichert ist – ebenfalls ohne Zusatzbauteile. Die Beläge lassen sich auch während der Nutzung jederzeit einfach aus- und wieder einbauen, um beispielsweise sperriges Baumaterial auch durch das Gerüst hindurch ins Gebäudeinnere zu transportieren. Wie schon im Arbeitsgerüst dient eine Gerüsttreppe als sicherer Zugang zum Dach und bedarfsweise zu den jeweiligen Gerüstlagen. Gegenläufig montiert bietet sie kürzere Laufwege und eine größere Kopffreiheit als die gleichläufige Treppenvariante.
Kulturhauptstadt Tallinn
Estland ist seit 2004 Mitglied der Europäischen Union und hat dieses Jahr den Euro eingeführt. Die Hauptstadt Tallinn ist mit 400.000 Einwohnern gleichzeitig größte Stadt des baltischen Staates und wurde zur Kulturhauptstadt Europas 2011 gekürt – gemeinsam mit dem finnischen Turku. Tallinn hat sich deshalb viel vorgenommen – die Planungen gehen aber auch über das Jahr 2011 hinaus. Das neue Meeresmuseum ist Mittelpunkt des so genannten „Kulturkilometers“, der nach und nach wiederbelebten Seepromenade, wo bis vor wenigen Jahren noch militärisches Sperrgebiet und eine nachfolgend industrielle Nutzung den Bewohnern und Besuchern den Zugang zur Ostsee weitestgehend verwehrte.

geschrieben von Peri GmbH am 02.02.2011 um 17:18 Uhr.


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