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Artikel aus der Bauwirtschaft

Pressemitteilungen von Herstellern

Höchste Brücke Lateinamerikas wächst mit PERI Systemen sicher und maßgenau

Das PERI UP Rosett Modulgerüst trägt die Schalung der Querstreben. Der modulare Aufbau des Gerüstsystems erlaubt die optimale Anpassung der Konstruktion an Geometrien und Lasten. (Foto: PERI GmbH)

Höchste Brücke Lateinamerikas wächst mit PERI Systemen sicher und maßgenauDie Baluarte Brücke zählt zu den herausragendsten Infrastrukturprojekten, die jemals in Mexiko realisiert wurden. PERI plante und lieferte ein wirtschaftliches Schalungs- und Gerüstkonzept für die Herstellung der unterschiedlichen Brückenpfeiler. Die für die bis zu knapp 170 m hohen Pylone eingesetzte ACS Selbstkletterschalung erlaubt kranunabhängiges Klettern bei jeder Witterung, dies beschleunigt den Baufortschritt erheblich.
Die 1.124 m lange Puente Baluarte wird eine Schlucht mit fast 400 m Tiefe überbrücken. Nach Fertigstellung im Jahr 2012 nimmt das Bauwerk mit diesen Dimensionen den dritten Platz in der Rangliste der höchsten Brücken der Welt ein. Die Spannweite des Hauptfelds der Schrägseilbrücke beträgt 520 m. Neun Brückenpfeiler und zwei Pylone unterstützen den 20 m breiten Überbau.
Komplizierte Pylongeometrie mit ACS Systemteilen sicher realisiert
Der höchste Pylon P5 erreicht eine Höhe von 169 m, die Spitze seines Gegenübers P6 endet 13 m tiefer. Der größte Querschnitt am Fuß der Pylone misst 18,00 m x 8,56 m. In Fahrbahnmitte weiten sie sich auf rund 31,30 m auf und zur Spitze hin verjüngen sich die Pfeiler auf 8,00 m x 4,10 m. Die Pylonstiele sind nicht nur geneigt, sie weisen zudem über die Höhe veränderliche Querschnitte auf.
Zur Herstellung dieser komplexen Geometrie erarbeitete PERI eine Selbstkletterlösung auf Basis des ACS Systems. Für die vor- und rückgeneigten Außenwände fand die ACS V (V = Variabel) Verwendung. Die Bühnen dieses Klettergerüsts lassen sich in der Neigung stufenlos verstellen, so dass stets horizontale Arbeitsebenen gebildet werden. Das erlaubt komfortables Arbeiten und bietet zudem höchstmögliche Sicherheit für das Baustellenpersonal.
Die Selbstklettertechnik beschleunigt die Arbeitsvorgänge durch die Unabhängigkeit von Kran und Wetter. Die für sehr hohe Windlasten ausgelegte Konstruktion und die patentierte Steuerung der Klettermechanik sind besondere Details des umfangreichen Sicherheitskonzepts. Die Arbeitsbühnen sind stabil und erlauben die Lagerung großer Materialmengen, wie z. B. des Bewehrungsvorrates.
Auf den Klettergerüsten wird die äußerst variable VARIO GT 24 Träger­Wandschalung eingesetzt. Das PERI Konzept erlaubt es dem Baustellenteam, die Schalung den Anforderungen jedes Betonierabschnitts schnell anzupassen und die Pylone auf diese Weise maßgenau herzustellen. Beste Oberflächenqualitäten liefert dabei die eingesetzte, bewährte Schalhaut PERI Fin-Ply, mit der etwa 50 bis 70 Einsätze möglich sind.
Die Herstellung der Pylone erfolgt in insgesamt 46 bzw. 49 Betonierabschnitten mit variablen Betonierhöhen zwischen 3,28 m und 3,90 m.
Doppelpfeiler mit weitgehend mietbaren Systemteilen ausgeführt
Die Vorlandpfeiler sind als Doppelpfeiler ausgebildet. Sie variieren – entsprechend des Geländeverlaufs – in ihrer Höhe bis zu maximal 145 m. Auch diese Pfeiler werden mit der VARIO GT 24 Träger­Wandschalung in Form gebracht. Die große Mehrheit der Flächen lässt sich mit Standardelementen einschalen, für die engeren Innenbereiche plante PERI projektspezifische Elemente. Diese wurden exakt an geometrische und statische Anforderungen angepasst und vormontiert sowie just-in-time zur Baustelle geliefert. Der Aufbau der 5,10 m hohen Elemente mit nur vier SRZ Riegellagen erlaubt einen maximalen Frischbetondruck von 50 kN/m² und damit die geforderte Betoniergeschwindigkeit von 2,00 m/h.
An den Pfeileraußenseiten unterstützen CB 240 Kletterkonsolen die VARIO Elemente. Mit den Fachwerkkonsolen lassen sich großflächige Wandschalungen unterstützen. Sie gewährleisten einfache Handhabung, schnelles Takten und problemlose Anpassung an die Bauwerksform. Der 2,40 m breite Bühnenbelag liegt über den Konsolen und bildet mit dem Fahrwagen eine ebene Fläche ohne Stolperkanten. Im Innenbereich der Doppelpfeiler nutzt das Baustellenteam BR Plattformen zur Unterstützung der Schalungselemente. Diese Schachtbühnen werden dort eingesetzt, wo herkömmliche Klettergerüste aus Platzgründen nicht geeignet sind. Die jeweils aus Schalung und Kletterkonsole bzw. Plattform gebildeten Einheiten lassen sich einfach und schnell mit dem Kran versetzen.
Querstreben mit einer Höhe von 4,00 m verbinden die Stützen der Doppelpfeiler. Die TRIO Rahmenschalung bildet die seitliche Schalung, eine MULTIFLEX Deckenschalung dient der Formgebung der Strebenunterseite. Als Joch- und Querträger dienen dabei die besonders tragfähigen GT 24 Schalungsträger. Aufgrund der enormen Lasten wurde der Trägerabstand auf 20 cm begrenzt, die Durchbiegungen der Schalhaut werden auf diese Weise minimiert.
Eine PERI UP Rosett Gerüstkonstruktion trägt die Strebenschalung im Bauzustand. Die modulare Bauweise des Gerüstsystems erlaubt eine optimale Anpassung an die anstehenden Lasten: Im auskragenden Bereich der Arbeitsplattformen wird PERI UP im Grundraster von 1,50 m x 1,50 m aufgebaut, Verbandsdiagonalen UBS dienen der Aussteifung dieser Konstruktion. Direkt unter der Strebenschalung wird das Rastermaß durch den Einbau von 25-cm-Riegeln reduziert und dadurch die Tragfähigkeit in diesem hoch belasteten Bereich gesteigert. Für die jeweils 13,50 m höher liegenden Streben wird das PERI UP Traggerüst auf dem zuvor erstellten Querbalken aufgestellt. Stahlprofile tragen die auskragenden Bereiche.
Die Puente Baluarte und die neue Hauptverbindungsstraße
Die Puente Baluarte entsteht in der schwer zugänglichen Bergregion an der Grenze der Staaten Durango und Sinaloa. Sie ist Teil einer neuen Hauptverbindungsstrecke im Nordwesten Mexikos, welche die einzige, schnelle Verbindung zwischen der Pazifikküste und dem Landesinneren bilden wird.
Diese neue Route verläuft annähernd parallel zu einer extrem schmalen, vorhandenen Straße, die als „Devil’s Backbone“ Berühmtheit erlangte: Die enge Strecke verläuft entlang der zerklüfteten Gipfel der westlichen Sierra Madre und ist mit ihren scheinbar endlosen, sehr engen Kurven extrem gefährlich. Die neue Strecke wird nicht nur wesentlich sicherer, sie halbiert außerdem die Fahrtzeit zwischen den beiden Städten Durango und Mazatlán nahezu.
Der Fluss Baluarte bildet die Grenze zwischen den beiden Staaten Sinaloa und Durango. Die etwa 400 m tiefe Schlucht ist die gewaltigste Hürde auf der Gesamtstrecke und wird mit der Schrägseilbrücke Puente Baluarte überspannt. Die Route umfasst auch mehrere Stahlbeton-Balkenbrücken, inklusive der Baluarte Brücke sind allein acht dieser Bauwerke über 90 m hoch. Im Zuge der Neubaustrecke werden außerdem 63 Tunnel realisiert.

geschrieben von Peri GmbH am 02.12.2010 um 09:40 Uhr.


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