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Artikel aus der Bauwirtschaft

Pressemitteilungen von Herstellern

Neues Wissen zieht auf das Gelände des Historischen Stadtarchivs in Köln

JCB Raupenbagger JS200LC und JCB Radlader 426HT helfen dabei

Neues Wissen zieht auf das Gelände des Historischen Stadtarchivs in Köln Für die Kölner Stadtgeschichte war der 3. März 2009 ein schwarzer Tag, denn damals stürzte das Historische Stadtarchiv komplett ein und zwei Nachbargebäude brachen größtenteils zusammen. Zwei junge Menschen verloren ihr Leben, 36 Anwohner ihr Zuhause und 30 Regalkilometer Zeugnisse Kölner und Rheinischer Stadtgeschichte mit europäischer Bedeutung schienen vernichtet. Nach umfangreichen Sicherungs-, Stütz- und Bergungsaktionen wird nun die Baugrube an der Kölner Severinstraße für die weitere Nutzung vorbereitet.

Der Rat der Stadt Köln hat entschieden, dass das Historische Stadtarchiv künftig im Stadtteil Neustadt / Süd am Eifelwall / Luxemburger Straße als Neubau entstehen wird. Zusammen mit der Kunst- und Museumsbibliothek einschließlich des Rheinischen Bildarchivs wird hier ein neuer Gebäudekomplex entstehen. Das Architekturbüro Waechter + Waechter, Darmstadt hat zwischenzeitlich mit seinem Haus-im-Haus-Entwurf den ausgeschriebenen Architektenwettbewerb dafür gewonnen.

Das Gelände des eingestürzten Historischen Stadtarchivs wird nicht brach liegen bleiben. Im April wurde eine intensive Bürgerbeteiligung für das Grundstück Severinstraße gestartet, die am Ende eine Richtung aufzeigen wird, in die die künftige Bebauung gehen kann. Modelle, Pläne und Visualisierungen stehen für die Kölner Bürger zur Ansicht bereit. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die beiden angrenzenden Schulen. Wo vorher altes Wissen gelagert wurde, soll nun der jungen Generation Wissen vermittelt werden. Die Erweiterung der Kaiserin-Augusta-Schule sowie die Sanierung und Erweiterung des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums stehen im Fokus. Derzeit denken Rat und Bürger der Stadt Köln nicht nur über eine Neubebauung nach, sondern lassen in ihre Überlegungen und Planungen auch eine Form der Erinnerung an den Stadtarchiveinsturz mit einfließen.

Bis diese Gedanken zu einem Abschluss gelangen, wird das Grundstück an der Severinstraße bereits für die weitere Nutzung vorbereitet. Diese Arbeiten fallen ebenfalls in die Zuständigkeit der Firma DEMLER Spezialtiefbau GmbH & Co. KG, Netphen, die bei der Ausschreibung dieser Gesamtleistung unter präqualifizierten Spezialtiefbauunternehmen den Zuschlag erhielt.

Das Unternehmen hatte nach der Freigabe zur weiteren Verwendung durch den Kölner Rat und den TÜV sowie nach umfangreichen statischen Vorplanungen die sogenannte „Bergebaugrube“ hergestellt, um den Restauratoren des Historischen Stadtarchivs und ihren Helfern die Bergung der restlichen 15 % an Archivgutmaterial zu ermöglichen. Dazu musste das Gelände für die weiteren Bergungsarbeiten mit Hilfe einer Bohrpfahlwand gesichert werden. Vorab wurde geogitterbewehrte Erde installiert, welche den bis zu 120 Tonnen schweren Bohrpfahlgeräten eine sichere Arbeitsebene gewährleisten sollte. Die im Anschluss daran eingebrachte ca. 30 m tiefe Bohrpfahlwand im Durchmesser von 1,20 m wurde mit Verpressankern sowie Mikropfählen, Stahlrohrsteifen und Stahlbetongurtbalken ausgesteift, um den geplanten Unterwasseraushub inkl. Archivgutbergung ermöglichen zu können. Somit konnte gleichzeitig der Verbruchtrichter gestützt werden.

So gesichert wurde die letzte Bergungsphase vollzogen. Im Gegensatz zu den ersten beiden Arbeitsabschnitten über dem Grundwasserspiegel erfolgte die Bergung der restlichen Archivalien größtenteils unter Einsatz empfindlicher Sonartechnik und mit Tauchern. Für alle Beteiligten stellte dies eine große Herausforderung dar. Die Restauratoren des Historischen Stadtarchivs und deren Helfer sowie die Mitarbeiter der Fa. DEMLER arbeiteten unter Hochdruck und mit Hilfe von verschiedenen Erdbaugeräten, um der Stadt Köln ihr „Stadtgedächtnis“ zu erhalten.

Mittlerweile ist diese letzte Bergungsphase abgeschlossen. Die Firma DEMLER hat mit den Vorbereitungsarbeiten für die Übergabe in die nächste Bauphase begonnen. Da ca. 5 % der verschütteten Archivalien immer noch nicht geborgen werden konnten und wohl auch nicht mehr aufgefunden werden können, bedarf es einer speziellen Behandlung dieser Baustelle. Sie darf nicht, wie bei anderen üblich, herkömmlich verdichtet und eingeebnet werden, sondern sie muss vorher komplett händisch durchkämmt werden.

Die Firma DEMLER, die ihren hochmodernen Maschinenpark zum überwiegenden Teil durch Mietmaschinen von ihrem Partnerunterneh-men DEMCO Baumaschinen GmbH, Netphen und speziell hier im Einzugsgebiet von Köln von deren Tochtergesellschaft DEMCO JCB Vertrieb & Service GmbH rekrutiert, setzt auf die innovativen Maschinen aus dem Hause JCB. Hier auf der Baustelle gezielt auf die Midibagger 8055 und 8085 ZTS, Mobilbagger JS175W und JS200W mit Sortiergreifer und 2-Schalengreifer, Hydraulikbagger JS200LC mit 2-Schalengreifer, Kompaktradlader 409, Radlader 426HT Wastemaster und nicht zuletzt auf einen Lichtmast LT9. Gerade für ein solch aufmerksamstarkes Projekt wie dieses muss man sich auf seine Partner hundertprozentig verlassen können. DEMLER hat diese zuverlässigen Helfer schon seit längerer Zeit gefunden. Die JCB Deutschland GmbH, Köln steht dem Unternehmen als Garant für robuste und einsatzstarke Maschinen mit breitem Anbaugeräte- und Zubehörprogramm zur Seite, und mit der DEMCO JCB Vertrieb und Service GmbH sind sowohl die Beratung, die Mietabwicklung als auch der 24-Stunden-Service vor Ort optimal gesichert.

Für den beengten Einsatz auf der innerstädtischen Baustelle mit Verbau und Pfahlwand setzt das Unternehmen auf einen JCB Raupenbagger JS200LC und einen JCB Radlader 426HT Wastemaster. Beide erledigen im direkten Zusammenspiel hier ihre Aufgaben. Mit einem Sortiergreifer versehen durchsucht der Bagger inmitten der Baustelle noch mal gezielt das Aushubmaterial auf eventuelle Archivgüter. Der Radlader dient im Rahmen des Unterwasseraushubs als Transportgerät vom Aushubgerät auf die Sortierebene, wo das geförderte Boden-Bauschuttgemisch teils maschinell oder händisch auf Archivgüter untersucht wird. Nachdem das Material haarklein durchkämmt wurde, schiebt der Radlader dieses zusammen, transportiert und verlädt es zum Abtransport.

Wie alle seine 15 JCB Raupenbagger-Kollegen zeichnet sich auch der 20-Tonner durch sein gutes Design mit hervorragender Rundumsicht für sicheres Arbeiten im Baustellenbetrieb sowie vielseitige Einsatzmöglichkeiten zum Befördern, Graben, Planieren, Beladen und Heben aus. Auf dieser Baustelle agieren Fahrer und Maschine äußerst feinfühlig. Sein weitreichender Ausleger und Löffelstiel erlaubt dem JS200LC einen ausgedehnten Arbeitsradius, so dass er wenig bewegt werden muss und so den Untergrund schont. Mit seiner unerreichten Motorleistung hat er eine enorme Effizienz. Seine vier Arbeitsmodi und der automatische Powerboost bieten jedem Fahrer eine unkomplizierte Bedienung. Beste Inspektions- und Wartungszugänge runden das Vorteilspaket des JS200LC ab.
Sein leistungsstarker, knapp 13 Tonnen schwerer Partner ist mit einer 2,1 m3 Schaufel ausgestattet und auf Wirtschaftlichkeit programmiert. Speziell ausgelegt auf Recycling-Einsätze ist bei allen JCB Wastemaster-Radladern der Vorderwagen besonders stabil ausgeführt, um auch bei harten Einsätzen mit hohen Kräften ein schnelles und sicheres Arbeiten zu gewährleisten. Alle diese Modelle sind mit einem High Lift- oder Super-High Lift-Hubgerüst ausgestattet, mit denen bis zu 42 % größere Überladehöhen erreicht werden. Auch ein spezieller Schutz des Unterbodens verhindert Beschädigungen. Ähnlich wie sein Partner auf Raupen besticht auch der 426HT durch seine servicefreundliche Bauweise.

Ein weitreichender und wahrhaft geschichtsträchtiger Einsatz der beiden JCB Maschinen und für das in Köln ansässige Unternehmen JCB einmal mehr eine positive Verbindung zu seinem deutschen Standort.

geschrieben von JCB am 20.12.2011 um 12:56 Uhr.


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